Keine Wallbox? Kein Problem. Wer die Alternativen kennt, findet eine Lösung. Hier sind sie.
Am Arbeitsplatz laden: Die unterschätzte Lösung
Wer täglich ins Büro fährt, hat die beste Ladelösung oft direkt vor der Tür. Das Auto steht ohnehin stundenlang auf dem Firmenparkplatz. Immer mehr Unternehmen statten ihre Parkplätze mit Ladestationen aus, oft vergünstigt oder kostenlos für Mitarbeitende. Wer diese Möglichkeit hat, braucht keine Heimladestation. Das Fahrzeug lädt sich einfach während der Arbeitszeit voll.
Bei der Vermieterschaft nachfragen – es lohnt sich
Ohne Arbeitsplatz mit Ladestation lohnt es sich, bei der Vermieterschaft anzufragen. Allein wirkt das oft wenig. Gemeinsam mit anderen Nachbar:innen, die sich ebenfalls für ein E-Auto interessieren, steigen die Chancen deutlich – für Vermieterinnen und Vermieter wird die Investition erst attraktiv, wenn mehrere Parteien davon profitieren. Ladelösungen für Mehrfamilienhäuser lassen sich heute sauber planen und wirtschaftlich umsetzen. Ein Versuch lohnt sich – besonders dann, wenn man nicht alleine fragt.
Heute gibt es für genau diese Situation etablierte Abo-Lösungen. Anbieter wie EKZ oder NeoVac haben Modelle entwickelt, bei denen die Eigentümerschaft die Grundinstallation übernimmt – Kabelführung, Lastmanagement, Abrechnungssystem – und die Mieterschaft die Wallbox monatlich im Abo bezieht, inklusive Wartung und Stromabrechnung. Der Vorteil für die Eigentümerschaft: kein Aufwand mit Betrieb, Wartung oder Abrechnung. Der Vorteil für die Mieterschaft: keine grosse Anfangsinvestition, kündbarer Vertrag.
Ladealternativen in der Schweiz: Laden ohne Wallbox
Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten öffentlichen Ladenetze Europas – über 16’000 Ladepunkte, und die Zahl wächst. Wer weder am Arbeitsplatz lädt noch eine Einigung mit der Vermieterschaft erzielt, findet Alternativen überall im Alltag.
Öffentliche Ladestationen
Parkhäuser, Raststätten, Bahnhöfe, Einkaufszentren – Ladepunkte sind dort, wo Menschen ohnehin Zeit verbringen. Migros, Lidl und Aldi bauen ihre Ladeinfrastruktur laufend aus mit günstigen Lademöglichkeiten.
Wer regelmässig Sport treibt, ins Kino geht oder Termine wahrnimmt: An immer mehr Sportanlagen, Kliniken, Freizeitzentren und Hotels stehen Ladestationen bereit. Das Laden passiert nebenbei – ohne zusätzlichen Aufwand. Die chargeON App zeigt dir freie Ladestationen in Echtzeit.
Parkhaus mit Ladestation mieten – die Quartierslösung
Eine wenig bekannte, aber clevere Option für Stadtbewohnerinnen und Bewohner: ein Dauerparkplatz mit integrierter Ladestation in einem nahegelegenen Parkhaus. Das Parkhaus Utoquai im Zürcher Seefeld zeigt, wie das aussehen kann – 50 der 120 Stellplätze sind mit Ladestationen ausgerüstet. Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Quartier mieten dort einen Platz als Monats-Flatrate, inklusive Strom. Ähnliche Lösungen entstehen in weiteren Schweizer Städten. Wer in einem dicht bebauten Quartier lebt und kein Auto im eigenen Haus parkieren kann, findet hier eine Lösung, die das Laden zuhause faktisch ersetzt.
Laden über die Haushaltssteckdose – möglich, aber mit Vorbehalt
Wer einen Parkplatz in der Nähe der Wohnung hat, lädt das E-Auto theoretisch auch über eine normale Steckdose. Fast alle Elektroautos werden mit einem Notladekabel geliefert, das genau das erlaubt.
Die Realität: Die Ladeleistung liegt bei maximal 2,3 kW – ein 60-kWh-Akku lädt so über 17 Stunden. Für kurze Alltagsstrecken von 30 bis 40 km reicht das trotzdem, wenn das Auto nachts angeschlossen wird.
Das grössere Problem ist die Sicherheit. Haushaltssteckdosen sind nicht für mehrstündigen Dauerbetrieb unter hoher Last ausgelegt. Die Folgen: überhitzte Kabel, auslösende Sicherungen, im schlimmsten Fall Brandgefahr – besonders in Altbauten mit veraltetem Leitungsnetz. Die Haushaltssteckdose taugt als gelegentliche Notlösung, nicht als Dauerlösung.
Wer Zugang zu einer CEE-Industriesteckdose in der Tiefgarage hat, lädt deutlich schneller und sicherer. Auch hier empfiehlt sich eine mobile Wallbox mit integrierter Schutzschaltung dazwischen. Mobile Wallboxen wie die Wallbox Pulsar Plus oder der go-e Charger laden sicher an verschiedenen Steckdosentypen.
Was das Laden ohne Wallbox wirklich kostet
Zuhause an einer Wallbox zahlst du deutlich weniger als an einer öffentlichen Normalstation – das ist Fakt. Wer ausschliesslich spontan an öffentlichen Stationen ohne Abo lädt, verliert einen Teil des Kostenvorteils gegenüber einem Verbrenner. Der Preisvorteil entsteht dort, wo regelmässig günstiger geladen werden kann: am Arbeitsplatz, über eine Monats-Flatrate wie die Quartierslösung im Parkhaus, oder über ein Pauschalangebot wie das Clyde Premium-Abo. In der Option «Premium: mit Strom» ist Strom sowohl an öffentlichen Ladestationen als auch zu Hause oder am Arbeitsplatz zubuchbar.
Entscheidend ist also nicht, ob du öffentlich lädst – sondern wie oft und zu welchem Preis.
Wer kommt gut zurecht ohne Wallbox – und wer nicht?
Ohne Heimladestation funktioniert ein E-Auto gut, wenn du täglich weniger als 80 km fährst, regelmässig an Orten hältst, wo Ladesäulen verfügbar sind, und Laden als festen Teil des Alltags verstehst – so wie früher den Tankstellenstopp. Ein E-Auto mit grosser Batterie hilft zusätzlich: weniger Ladestopps, mehr Planungsfreiheit.
Wer täglich grosse Strecken zurücklegt und maximale Flexibilität braucht, für den ist eine Heimladestation langfristig komfortabler. Das ist kein Urteil, sondern ein anderes Nutzungsprofil.
Mit Clyde laden – auch ohne Wallbox zuhause
Damit das Laden auch ohne eigene Wallbox planbar bleibt, bietet Clyde zwei einfache Optionen:
Mit «Basic – ohne Strom» lädst du selbst – über die chargeON-Lade-App, die du automatisch erhältst. Bei Clyde ist dein Ladetarif über die chargeON-App einheitlich 0.28 CHF/kWh für Elektrofahrzeuge der Marken VW, Audi, SEAT, Škoda und CUPRA. Dieses Angebot gilt schweizweit an allen AMAG-Standorten und in ausgewählten Parkhäusern, inklusive Schnellladestationen.
Mit «Premium – mit Strom» ist das öffentliche Laden an 98 % aller Ladestationen in der Schweiz und 80 % in Europa bereits in deiner monatlichen Rate enthalten. Wer privat lädt – zuhause oder am Arbeitsplatz – bekommt die Ladekosten vergütet. Das Ergebnis: fixe Kosten, keine Überraschungen – egal wo du lädst.
Häufige Fragen
Ja. Arbeitsplatz, öffentliche Ladestationen, Quartierslösungen – wer plant, findet genug Lademöglichkeiten für den Alltag.
Nicht immer. Wer ausschliesslich spontan an öffentlichen Stationen lädt, verliert den Kostenvorteil gegenüber einem Verbrenner. Mit dem Clyde Premium-Abo ist das öffentliche Laden bereits in der Monatsrate enthalten – das ändert die Rechnung.
Technisch ja – mit dem mitgelieferten Notladekabel. Als Dauerlösung taugt die Haushaltssteckdose nicht: Die Ladeleistung ist gering und das Brandrisiko durch Überhitzung real. Eine mobile Wallbox ist die sicherere Alternative.
Noch nicht. Der Bundesrat arbeitet an einem gesetzlich gesicherten «Recht auf Laden» – dieses ist aber noch nicht in Kraft. Bis dahin lohnt es sich, gemeinsam mit Nachbar:innen bei der Vermieterschaft anzufragen.
Eine Abo-Option, bei der das öffentliche Laden an 98 % aller Schweizer Ladestationen in der monatlichen Rate inklusive ist. Wer privat lädt, bekommt die Ladekosten vergütet.
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