Günstige Elektroautos in der Schweiz: Was du als Einsteiger:in wissen musst

Elektroauto? Klingt teuer. Und kompliziert. Und irgendwie noch nicht ganz alltagstauglich – oder? Kurze Antwort: Diese Bedenken kennen wir. Und meistens lösen sie sich in Luft auf, sobald man die echten Zahlen sieht. Was ein E-Auto in der Schweiz wirklich kostet, wie das Laden im Alltag funktioniert und ob Kaufen, Leasen oder Abonnieren für dich die cleverste Option ist – das klären wir hier.

Renato Mitra
Geschrieben von Livia am
VW ID. Buzz im Clyde E-Auto-Abo

Elektroauto Kosten Schweiz: Was ein E-Auto wirklich kostet?

Erster Blick auf den Kaufpreis: Autsch. Das kennen wir. Aber halt mal kurz – der Kaufpreis allein erzählt nur die halbe Geschichte. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer, auch bekannt als Total Cost of Ownership (TCO).

Und hier zeigt sich: Ein Elektroauto ist einem vergleichbaren Verbrenner in der Regel überlegen.

Wo E-Autos konkret günstiger sind

Strom ist günstiger als Benzin. Gemäss TCS-Benzinpreisradar von rund 2200 Tankstellen haben seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten Ende Februar bereits 9 von 10 Tankstellen ihre Preise erhöht.

Wer sein E-Auto zuhause lädt, zahlt in der Schweiz im Median 27.7 Rappen pro kWh – das sind rund CHF 5 auf 100 km. Ein Verbrenner? Das Doppelte oder mehr. Schon allein das macht über ein Jahr einen spürbaren Unterschied.

Dazu kommt: Ein E-Auto hat kaum Verschleissteile. Kein Ölwechsel, keine Kupplung, kein Auspuff. Weniger Garagentermine, weniger unerwartete Rechnungen.

Und in vielen Kantonen zahlt man als E-Auto-Fahrer:in auch noch weniger Motorfahrzeugsteuer. Alles zusammen ergibt ein ziemlich überzeugendes Bild.

Was beim Kaufpreis zu beachten ist

Ja, der Anschaffungspreis bei einem E-Auto kann höher sein. Doch dieser Unterschied relativiert sich mit der Zeit durch die niedrigeren Betriebskosten.

Elektroauto laden in der Schweiz: Kosten, Wallbox und öffentliche Stationen

Ladezeit eines Elektroautos

Für viele Einsteiger:innen ist das Laden die grösste Unbekannte. Wie funktioniert das im Alltag? Wo lade ich? Und was kostet es?  

Zuhause laden – die günstigste Option

Stell dir vor: Du kommst nach Hause, steckst das Auto ein – genau wie dein Handy – und morgens fährst du mit vollem Akku los. Kein Tankstellenstopp, kein Anstehen. Für die meisten Menschen ist das die mit Abstand einfachste Variante. Dafür empfiehlt sich eine Wallbox, also eine fest installierte Heimladestation. Sie lädt deutlich schneller als eine normale Haushaltssteckdose und ist sicherer für den Dauerbetrieb.

Die Installationskosten für eine Wallbox liegen in der Schweiz je nach Modell und Aufwand zwischen CHF 1’000 und CHF 2’500. Wer zur Miete wohnt oder Stockwerkeigentum besitzt, braucht die Zustimmung der Eigentümerschaft. Das klingt nach einer Hürde, ist aber heute weitestgehend kein Thema mehr.

So gehst du vor: Heimladestationen für Elektroautos – selbst bei Miete oder Stockwerkeigentum.

Öffentliche Ladestationen in der Schweiz

Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten öffentlichen Ladenetze Europas. Ladestationen finden sich an Einkaufszentren, Parkhäusern, Raststätten und in Stadtzentren. Du lädst beim Migros-Einkauf, beim Kinobesuch, auf der Autobahnraststätte. Meistens ohne es überhaupt aktiv zu planen.

Für die meisten Alltagsstrecken ist das mehr als ausreichend.

Zum Laden an öffentlichen Stationen benötigt man in der Regel eine Ladekarte oder eine App des jeweiligen Anbieters. Die Kosten variieren je nach Netzwerk und Ladegeschwindigkeit, liegen aber typischerweise zwischen CHF 0.40 und CHF 0.80 pro kWh.

Was kostet eine Ladung im Vergleich zum Tanken?

Ein konkretes Beispiel: Ein E-Auto mit einem Verbrauch von 18 kWh/100 km kostet beim Laden zuhause rund CHF 5 pro 100 km. An einer öffentlichen Ladestation sind es etwa CHF 7 bis 14. Ein Benziner mit 7 Litern Verbrauch kommt bei einem Benzinpreis von CHF 1.80 auf rund CHF 12.60 pro 100 km. Das E-Auto ist also selbst beim öffentlichen Laden meist günstiger. Zudem profitieren Clyde Kund:innen mit dem Basic Strompaket und einem Fahrzeug der VW-Gruppe von einem attraktiven Ladetarif von 28 Rappen pro kWh.

Laden mit Clyde

Bei Clyde wählst du beim Abschluss zwischen zwei Optionen. Mit «Basic – ohne Strom» bezahlst du deine Ladevorgänge selbst. Mit «Premium – mit Strom» ist das öffentliche Laden an 98 % aller Ladestationen in der Schweiz und 80 % in Europa bereits in deiner Monatsrate inklusive. Die Abrechnung läuft über die chargeON App, die Rechnung geht direkt an Clyde.

Wer privat lädt, also zuhause oder am Arbeitsplatz, erhält mit der Premium-Option eine Rückvergütung von CHF 0.30 pro kWh direkt auf das Bankkonto. Damit sind die Ladekosten unabhängig davon, wo du lädst, weitgehend abgedeckt.

Alle Ladekosten im Detail: Elektroauto laden in der Schweiz: Mit welchen Kosten musst du rechnen?

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Reichweite – reicht das für den Alltag?

Die Angst vor zu wenig Reichweite ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen den Umstieg auf ein E-Auto hinauszögern. Dabei zeigt die Praxis: Für den Schweizer Alltag reicht die Reichweite moderner Elektroautos in fast allen Fällen problemlos aus. 

Wie weit kommt man wirklich?

Aktuelle Elektroautos schaffen je nach Modell zwischen 300 und 600 km mit einer Ladung. Günstigere Einstiegsmodelle wie der Dacia Spring kommen auf rund 220 km, Mittelklassefahrzeuge wie der CUPRA Born oder der VW ID.3 auf 400 bis 500 km. Zum Vergleich: Der/die durchschnittliche Schweizer:in fährt laut Bundesamt für Statistik rund 30 km pro Tag. Das bedeutet: Ein einziges Aufladen über Nacht reicht für eine ganze Woche Alltagsbetrieb.

Reichweite im Detail: Reichweite von Elektroautos: So weit kommt dein E-Auto wirklich.

Was passiert im Winter?

Im Winter sinkt die Reichweite eines Elektroautos. Kälte reduziert die Leistung der Batterie und die Heizung verbraucht zusätzlich Energie. Je nach Modell und Temperatur kann die Reichweite um 20 bis 30 % abnehmen. Das klingt nach viel, ist im Alltag aber meist kein Problem. Wer sein Auto über Nacht zuhause lädt und das Fahrzeug vortemperiert, also noch am Strom aufheizt bevor er losfährt, verliert kaum relevante Reichweite. Und mal ehrlich: Was gibt es Schöneres als bei frostigen Aussentemperaturen in ein vorgeheiztes E-Auto zu steigen?

Alle Tipps für den Winter: Elektroauto im Winter: Was du wissen musst.

E-Auto kaufen, leasen oder abonnieren: Was ist am günstigsten?

Wer ein Elektroauto nutzen möchte, hat drei Optionen. Welche die günstigste ist, hängt von der persönlichen Situation ab. 

Kauf – für wen lohnt es sich?

Wer ein E-Auto kauft, trägt die höchsten Anfangskosten, profitiert dafür aber langfristig von niedrigen Betriebskosten und einem Fahrzeug, das ihm gehört. Kauf macht Sinn, wenn du weisst, was du willst, lange damit fahren wirst und kein Problem mit dem hohen Startpreis hast. Wer jedoch Flexibilität schätzt oder unsicher ist, welches Modell zu ihm passt, ist mit dem Kauf oft schlecht beraten.

Leasing – Vor- und Nachteile

Leasing reduziert die finanzielle Belastung im Vergleich zum Kauf und eignet sich für alle, die ein neues Modell fahren möchten, ohne es zu besitzen. Zu beachten: Versicherung, Steuern, Service und Reifen kommen meist separat dazu. Wer seine Kilometerleistung gut einschätzen kann und eine feste Laufzeit nicht stört, für den ist Leasing eine solide Option.

Abo – der risikofreie Einstieg

Ein E-Auto-Abo funktioniert wie Netflix für das Auto: monatliche Rate, alles inklusive. Versicherung, Steuern, Service und bei Clyde ist auf Wunsch sogar der Strom bereits in der monatlichen Rate enthalten. Kein Risiko, kein grosser Aufwand, kein langfristiges Commitment. Besonders für Einsteiger:innen, die zuerst ein E-Auto testen möchten, ist das Abo die günstigste und unkomplizierteste Option.

E-Auto-Abo im Vergleich: Abo, Leasing oder Kauf?

Mythen über Elektroautos: Was stimmt wirklich?

Wir haben sie alle gehört. Auf dem Pausenplatz, am Stammtisch, in den Kommentarspalten. Lass uns kurz aufräumen.

Mythos 1: «Das Laden dauert ewig.» An einer modernen Schnellladestation ist der Akku in 20 bis 30 Minuten auf 80 % geladen. Wer zuhause lädt, steckt das Auto abends ein und fährt morgens mit vollem Akku los. Im Alltag merkt man vom Laden kaum etwas.

Mythos 2: «Die Batterien halten nicht lange.» Moderne Batterien sind auf 150’000 bis 300’000 km ausgelegt. Die meisten Hersteller geben acht Jahre Garantie auf die Batterie. 

Mythos 3: «Elektroautos sind nicht wirklich umweltfreundlich.» Die Produktion eines E-Autos verursacht mehr CO2 als die eines Verbrenners, das stimmt. Aber über die gesamte Nutzungsdauer schneidet das E-Auto deutlich besser ab, besonders in der Schweiz mit ihrem hohen Anteil an erneuerbaren Energien im Stromnetz.

Weitere hartnäckige Vorurteile: 10 E-Auto-Mythen auf dem Prüfstand

Fazit

Günstig einsteigen, ohne Risiko, ohne Überraschungskosten – das geht. Und meistens geht es einfacher, als du dachtest. Wer die Gesamtkosten im Blick behält, profitiert vom E-Auto gegenüber dem Verbrenner schon nach wenigen Jahren. Laden ist einfacher als erwartet, die Reichweite reicht für den Alltag aus und Mythen wie die Angst vor leerer Batterie oder kurzer Lebensdauer halten einer nüchternen Betrachtung nicht stand.

Wer das E-Auto erst ausprobieren möchte, ist mit einem Abo am besten beraten.  

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Häufige Fragen

Nein. Ein Elektroauto fährt sich wie ein normales Automatikgetriebe-Auto. Die wichtigsten Unterschiede zum Verbrenner betreffen das Laden und die Reichweite, beides lässt sich schnell lernen.

Das lässt sich mit etwas Planung gut vermeiden. Moderne E-Autos zeigen jederzeit den Ladestand an und warnen rechtzeitig. Wer das Auto regelmässig lädt, steht so gut wie nie ohne Strom da – ähnlich wie beim Benziner, den man auch nicht auf Reserve fahren lässt.

Ja. Wer keine Lademöglichkeit zuhause hat, kann ausschliesslich öffentliche Ladestationen nutzen. Das funktioniert besonders gut in Städten und Agglomerationen, wo das Ladenetz dicht ist. Mit der Premium-Option bei Clyde ist das öffentliche Laden bereits inklusive.

Ja. Es gibt viele geräumige E-Autos mit grossem Kofferraum und ausreichend Platz für die ganze Familie. Für längere Ausflüge empfiehlt sich etwas Planung rund um Ladestopps – die lassen sich gut mit einer Pause kombinieren.

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