Benzin und Diesel vs. Strom: Was kosten dich 100 km wirklich?
Die ehrlichste Vergleichsgrösse ist der Preis pro 100 km – nicht der Kaufpreis, nicht die Reichweite. Sondern das, was jede Woche anfällt. Ein Vergleich zwischen VW Golf VIII als Benziner und Diesel sowie dem VW ID.3:
Antrieb
Benziner
Diesel
E-Auto (zuhause)
E-Auto (öffentlich)
Verbrauch
7 l/100 km
6 l/100 km
17 kWh/100 km
17 kWh/100 km
Preis
CHF 1.90/l
CHF 2.17/l
CHF 0.29/kWh
CHF 0.65/kWh
Kosten pro 100 km
CHF 13.30
CHF 13.02
CHF 4.93
CHF 11.05
Ein Detail, das im Alltag oft überrascht: Diesel kostet aktuell mehr als Benzin pro Liter, weil der Dieselpreis seit dem Nahost-Konflikt stärker gestiegen ist. Wer einen Diesel fährt, zahlt inzwischen fast gleich viel pro 100 km wie ein Benziner.
Das E-Auto zuhause zu laden kostet dagegen weniger als halb so viel. Selbst wer ausschliesslich öffentlich lädt, bewegt sich kostenmässig im Bereich beider Verbrenner, ist dabei aber weit weniger Preisschwankungen ausgesetzt.
Wer 15’000 km pro Jahr fährt, spart mit dem E-Auto gegenüber einem Benziner rund CHF 1’210 allein bei den Treibstoffkosten – pro Jahr.
Warum Benzin und Diesel teuer bleiben
Die aktuellen Preise sind kein Ausrutscher. Sie folgen einer Logik, die sich in den letzten Jahren immer wieder bestätigt hat.
Geopolitik
Die Schweiz importiert rund 75 % der Treibstoffe als Fertigprodukte. Der Preis an der Zapfsäule hängt direkt vom Weltmarkt ab. Und der reagiert auf jeden geopolitischen Schock unmittelbar. Der Nahost-Konflikt hat im März 2026 den Benzinpreis in Rotterdam innerhalb von zwei Wochen um 25 % steigen lassen, Diesel sogar um 50 %. Die Strasse von Hormus, durch die rund 20 % des weltweit verbrauchten Rohöls fliesst, bleibt ein geopolitischer Brennpunkt – und jede neue Krise zeigt sich sofort an der Zapfsäule.
CO2-Kompensation und Abgaben
Mehr als die Hälfte des Benzin- und Dieselpreises besteht aus fixen und variablen Abgaben: Mineralölsteuer (rund 77 Rappen pro Liter), Mehrwertsteuer und ein Kompensationsaufschlag für die CO2-Emissionen der Treibstoffimporteure. Diese Abgaben machen den Treibstoffpreis strukturell teuer, unabhängig vom Ölpreis.
Strom: lokal produziert, weniger abhängig
Rund 70 % des Schweizer Stroms stammt aus erneuerbaren Quellen, davon über die Hälfte aus Wasserkraft. Strom wird grösstenteils in der Schweiz produziert und ist deshalb weniger abhängig von geopolitischen Krisen. Das macht ihn strukturell stabiler als Treibstoff, der vollständig auf dem Weltmarkt eingekauft wird.
Versteckte Vorteile: Was im Preisvergleich oft fehlt
Die Treibstoffkosten sind der sichtbarste Unterschied. Daneben gibt es weitere finanzielle Vorteile, die im direkten Vergleich von Benzin vs. Strom selten auftauchen.
Verkehrssteuer: Im Kanton Zürich zahlen Halter:innen von Elektroautos keine Verkehrsabgabe. Weitere Kantone gewähren mehrere Jahre Befreiung oder Rabatte von 50 bis 100 %. Das summiert sich über die Nutzungsdauer auf mehrere hundert bis über tausend Franken.
Wartungskosten: Ein E-Auto hat kein Getriebe, keine Kupplung, keinen Auspuff, kein Motoröl. Weniger Verschleissteile bedeuten weniger Garagentermine und weniger unerwartete Rechnungen.
Laden zuhause oder bei der Arbeit: Wer zuhause oder am Arbeitsplatz lädt, zahlt den günstigsten Tarif und spart den Weg zur Tankstelle gleich mit.
Wie sinnvoll ist der Wechsel 2026?
Der finanzielle Vorteil von Elektroautos war noch nie so ausgeprägt wie heute. Die Benzin- und Dieselpreise sind hoch, die Ladeinfrastruktur gut ausgebaut. Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten öffentlichen Ladenetze Europas. Und die Fahrzeugauswahl war noch nie so breit.
Der grösste Unterschied zeigt sich aber nicht an der Ladesäule, sondern im Kopf:
Wer heute tankt, weiss nie, was der nächste Monat kostet. Wer elektrisch fährt und zuhause lädt, kennt seine Kosten bereits vorher.
Mehr dazu: Umstieg von Verbrenner- auf Elektroauto: Lohnt sich der Wechsel wirklich?
Mit Clyde planbar unterwegs – auch beim Laden
Gerade für Menschen, die den Wechsel erst testen möchten, werden flexible Modelle wie Auto-Abos relevanter. Das E-Auto-Abo von Clyde macht das möglich. Im Abo «Premium – mit Strom» sind die Ladekosten bereits in der monatlichen Rate inklusive – an 98 % aller öffentlichen Ladestationen in der Schweiz und 80 % in Europa. Wer privat lädt, zuhause oder am Arbeitsplatz, erhält CHF 0.30 pro kWh vergütet.
Das Ergebnis: Ein fixer Monatspreis, alles drin – Versicherung, Service, Reifen, Steuern und auf Wunsch der Strom. Kein Tankstopp. Keine Preisüberraschungen.
Genau deshalb testen viele den Umstieg heute zuerst im Auto-Abo – ohne langfristige Verpflichtung und ohne Risiko.
→ Alle Ladekosten im Detail: Elektroauto laden in der Schweiz: Mit welchen Kosten musst du rechnen?
Früher war das Elektroauto die Zukunft. 2026 ist es die Entscheidung mit Planungssicherheit.
Häufige Fragen
Ein Benziner mit 7 Litern Verbrauch kostet bei CHF 1.90 pro Liter (Stand 29.04.2026, TCS) rund CHF 13.30 auf 100 km. Ein E-Auto zuhause geladen kommt auf rund CHF 5.20. Bei 15’000 km im Jahr entspricht das einer Ersparnis von rund CHF 1’210 allein beim Treibstoff.
Nein. Diesel liegt aktuell bei CHF 2.17 pro Liter – bei 6 Litern Verbrauch sind das CHF 13.02 auf 100 km. Das E-Auto zuhause geladen kostet rund CHF 5.20. Bemerkenswert: Diesel hat sich seit dem Nahost-Konflikt stärker verteuert als Benzin und liegt inzwischen auf ähnlichem Kostenniveau pro 100 km.
Geopolitische Spannungen haben die Ölpreise 2026 stark steigen lassen. Hinzu kommen strukturelle Kostenfaktoren: Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer und CO2-Kompensationsaufschläge machen über die Hälfte des Literpreises aus.
Energieinhaltlich entspricht 1 Liter Benzin rund 8,9 kWh. Da ein Elektromotor deutlich effizienter ist als ein Verbrennungsmotor, braucht ein E-Auto für die gleiche Strecke aber weit weniger Energie – daher auch der tiefe Preis pro 100 km. Zum Vergleich: 7l Benzinverbrauch auf 100 km entsprechen 62 kWh Energie. Ein E-Auto verbraucht auf 100 km rund 17 kWh.
Finanziell ja – besonders für alle, die regelmässig fahren und zuhause oder am Arbeitsplatz laden. Die Treibstoffkosten sind hoch, die Ladeinfrastruktur in der Schweiz gut ausgebaut. Wer den Umstieg erst testen möchte, fährt mit einem E-Auto-Abo ab drei Monaten risikofrei.
Quellen: Benzin/Diesel: TCS Benzinpreis-Radar Schweiz, Stand 29.04.2026. Strom zuhause: Median Haushaltstrompreis 2025, Statista/Bundesamt für Statistik. Öffentliches Laden: Ø Normalstation, Clyde Ladekosten-Übersicht.
Einfach testen. Auf deine Art.
Starte jetzt risikofrei in die E-Mobilität: Versicherung, Service, Steuern und auf Wunsch sogar Strom in einer monatlichen Rate.